Babys müssen schlafen lernen

Mehr als die Hälfte aller Babys haben einen unruhigen Schlaf. Mit einem Beistellbett (Test) könnte der unruhige Schlaf gemindert werden, welcher sich für junge Eltern zu einem großen Stressfaktor entwickeln kann. Mit ein paar Tricks jedoch kann man den Kindern das Schlafen ruhig anerziehen. Leider muss jede Familie ihre eigene Art finden, da bei Babys mit pädagogischen Methoden nichts geht.

Baby an den Schlafrythmus der Eltern anpassen.

Schlafendes Kind im Bett

Schlafendes Kind im Bett © S.Kobold – Fotolia.com

Der Schlaf eines Kindes ist biologisch geprägt und so muss man wissen, dass ein Baby nicht länger als fünf Stunden ohne wach zu werden schlafen kann. Die meisten als Schlafstörungen definierten Wach-Schlafphasen sind jedoch nur Ausdruck der biologischen Schlafentwicklung. Britische Forscher haben herausgefunden, dass Babys bereits in der Schwangerschaft ab der 36.Woche ein Schlafrhythmus entwickelt wird. Gegen Ende der Schwangerschaft beträgt die Schlafphase des Babys im Bauch durchschnittlich 16 von 24 Stunden. Der Schlaf ist zur Hälfte ein Tiefschlaf ohne Träume und zur andern Hälfte ein REM-Schlaf. In dieser Phase bewegen sich die Augen und das bedeutet das Baby geträumt. Das wichtigste Kriterium ein Baby schlafen zu lehren ist die Ritualisierung.

Ein geregelter Tagesablauf.

Sie als Eltern geben ihrem Kind den Tagesrhythmus vor, dazu gehört auch die allabendliche Schlafenszeit. Wählen Sie die Schlafenszeit so, dass sie in Ihren Tagesablauf am besten passt, nicht zu spät am besten zwischen 19 und 21 Uhr. Das Bett soll für das Kind angenehm sein und nicht als Ort für eine Auszeit in unangenehmer Erinnerung verinnerlicht sein. Planen Sie eine Stunde vor dem Schlafen gehen eine Phase mit ruhiger Beschäftigung ein. Keine Action mehr und auch kein Fernsehen. Mit kleinen Babys eine ruhige angenehme Schmusezeit.

Das Gute-Nacht-Ritual unterstützt Ihr Kind beim Schlafen lernen.

Ein Abendritual, das jeden Tag gleich abläuft, kann hilfreich sein. Babys Tag endet meist mit füttern und aufstoßen lassen, frische Windeln und dem Anziehen des Schlafanzugs. Ein Schlaflied oder der Klang der Spieluhr rundet das Ritual ab. Noch ein Gutenacht-Kuss und das Baby kommt wach ins Bett.Verlassen Sie nun den Raum. Bei einem größeren Kind bietet sich die Gute-Nacht Geschichte an. Viele kuscheln abends noch gern.

Tagesschlaf nur in hellen Räumen!

Um Ihr Kind an den Tagesrhythmus zu gewöhnen, sollte der Schlaf tagsüber immer in hellen, nicht abgedunkelten Räumen, stattfinden. Des Weiteren ist der Schlaf tagsüber vier Stunden vor dem Einschlafen am Abend zu beenden. Auch sollte ein übertrieben langer Schlaf in der Auto Babyschale vermieden werden. Wenn das Kind länger schläft, wecken Sie es sanft auf, um die Zeit am Abend einhalten zu können. Der Mittagsschlaf sollte nicht überbewertet werden. Das eine Kind schläft gerne und ausgiebig auch tagsüber, das andere ist mit einer sehr kurzen Schlafzeit zufrieden. Viele Kinder schlafen schon mit zwei Jahren Mittags überhaupt nicht mehr. Dann können Sie die abendliche Einschlafzeit etwas früher ansetzen und sich als Eltern vom Stress des Tages am Abend erholen und eigenen Interessen nachgehen.

Keine Bespaßung nachts.

Wenn Baby wach wird, machen Sie nur wenig Licht und sprechen leise oder flüstern. Damit teilen Sie Ihrem Kind mit, dass die Nacht zum Schlafen da ist. Meist ist das Kind durstig, dann geben Sie etwas Wasser ohne viel zu sprechen. Lassen Sie das Kind im Bett und beruhigen es mit einem Schlaflied und ein Paar Streicheleinheiten. Kinder erschrecken oft im Schlaf und benötigen Zuspruch und Trost. Gegen die oft auftretende Angst kann ein Nachtlicht angesteckt werden oder ein Kuscheltier mit ins Bett gelegt werden. So können auch müde Eltern schnell wieder ihren wohlverdienten Schlaf finden. Baby verarbeitet die Erlebnisse des Tages im Schlaf und lernt dabei Wichtiges für sein späteres Leben.

Fazit

Es gibt kein Patentrezept wann und wie das Baby und Kleinkind am besten einschläft. Jede Familie ist ein Mikrokosmos und muss ihren eigenen Rhythmus entwickeln, der auch sehr vom Charakter des Kindes abhängt.