Tipps zum erholsamen Babyschlaf

Frisch gebackene Eltern kennen es: Nacht um Nacht quengelt sie der Familienneuzuwachs aus dem Schlaf. Guter Rat ist dann oft selten, denn jeder Säugling verhält sich anders und nicht selten ziehen ausgeschlafenere Elternpaare neidische Blicke auf sich.

Durchschlafen ist ein Entwicklungsschritt und will gelernt sein, und das kann mal mehr, mal weniger Zeit für sich beanspruchen. Babys verschlafen fast den gesamten Tag – allerdings meist nur wenige Stunden am Stück unterbrochen von Wachphasen. Doch auch wenn es Unterschiede gibt – wer auf ein paar Dinge achtet hat gute Chancen, dass sich die Dinge schneller einpendeln und Ruhe im Schlafzimmer einkehrt.

Das richtige Bettchen am richtigen Ort

Wie beim Elternbett ist auch beim Kinderbett die Matratze die halbe Miete. Die Muskulatur eines Säuglings ist noch nicht so recht ausgebildet. Darum empfehlen sich vor Allem härtere Matratzen, die genügend Stabilität zum Abstützen bieten. Manche Säuglinge fühlen sich zudem wohler, wenn man die Liegefläche etwas begrenzt. Ein Stillkissen am Bettende kann Wunder wirken.

Ist das Beistellbett erst man angeschafft, kommt die Frage auf, wo man es denn nun am besten aufstellt. Gerade in den ersten 6 Monaten empfiehlt es sich, das Kinderbett ins Schlafzimmer der Eltern zu stellen. Das Kind riecht und spürt die Anwesenheit der Eltern und fühlt sich so sicherer. Außerdem bleibt so ein waches Baby nicht lange unbemerkt.
Später sollte das Kind allerdings schon ein eigenes Zimmer haben, damit es sich daran gewöhnen kann, alleine zu schlafen.

Singen, Musik, Gutenachtgeschichte – was hilft am besten?

Akustische Reize haben das Kind im Mutterleib durchgehend begleitet, und so haben sie auch nach der Geburt großen Einfluss auf das Befinden.

„Weißes Rauschen“ und Herzschläge bildeten vor der Geburt die Geräuschkulisse, in der der Embryo heran wuchs. Dementsprechend wirken ähnliche Geräusche beruhigend: Meeresrauschen, ein Metronom etc. lassen das Baby schneller und ruhiger einschlafen.

Auch Gutenachtgeschichten und vorsingen helfen beim Einschlafen, die bekannten Stimmen der Eltern vermitteln ein Gefühl von Sicherheit. Allerdings sollte man darauf achten, dass auf längere Sicht das Kind das Einschlafen nicht allein mit der Anwesenheit der Eltern assoziieren sollte, damit es auch selbstständig einschlafen kann.

Routinen zum gewöhnen

Das Kind kennt noch keinen Tages- und Nachtrhythmus. Darum kein Wunder, dass es auch gerne mal die Nacht hindurch schreit. Um das Kleine daran zu gewöhnen, dass Nachts geschlafen wird, sollte man eine feste Routine einführen. Also Morgens wecken, aktiv sein, umziehen, an die frische Luft gehen. Abends schließlich alles ruhiger werden lassen, einen Body anziehen, kuscheln und vorlesen.

Abnabeln lernen

Gerade frische Eltern begehen häufig den Fehler, den Nachwuchs bei Quengeln und Weinen zu schnell wieder aus dem Bettchen heraus zu heben und umher zu laufen. Besser: Das Kindchen zur Schlafenszeit ins Anstellbettchen legen und möglichst nicht mehr heraus holen, sondern von „außen“ beruhigen. Wenn das Kindchen bereits sein eigenes Zimmer hat, sollte man sich auch trauen das Zimmer zu verlassen, auch wenn es noch nicht schläft. So lernt es, auch alleine einzuschlafen.  Sollte das Baby beginnen zu schreien, kann und sollte man natürlich wieder hinein gehen und es beruhigen.

Position, Temperatur und Bezugsobjekt

Am besten liegt das Baby auf dem Rücken. So liegen Mund und Nase frei und es kann am besten Atmen.  Die Temperatur im Kinderzimmer sollte auf keinen Fall zu warm sein: 18° reichen völlig, damit sich das Kleine wohl fühlt. Wer sich nicht sicher ist, ob ihm zu warm oder zu kalt ist: einfach mal zwischen den Schulterblättern nachfühlen. Dort sollte es warm sein, aber schwitzen sollte das Kind nicht.

Bei Kindern, die über 6 Monate sind, empfiehlt sich außerdem das Einführen eines Bezugsobjektes. Das kann der klassische Teddy sein etwa. Tipp: die Eltern sollten vorher den Teddy eine Weile zu sich ins Bett nehmen, damit er den elterlichen Geruch annehmen kann. Den nimmt der Säugling wahr und fühlt sich geborgen.

Checkliste – so wird es eine ruhige Nacht

Hier nochmal einige Punkte im Überblick:

  • stabile Matratze
  • anfangs das Bettchen ins Elternschlafzimmer stellen
  • Spieluhr, Meeresrauschen, und Metronom beruhigen das Kind
  • feste Routinen einführen
  • das Baby ans alleine Einschlafen gewöhnen
  • auf den Rücken legen
  • auf die Temperatur achten
  • Bezugsobjekt zum Einschlafen